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Querflöte begleitet mit Campanula von Andrea Stahlberger

test-öffnenCellounterricht für Kinder

Das Erlernen eines Instrumentes bildet bekanntlich ein sehr wirkungsvolles Gegengewicht zur medialen Reizüberflutung, der die Kinder heute oft schon in sehr frühem Alter täglich ausgesetzt sind. Mit der Eroberung eines Instrumentes geht gleichzeitig eine Willensbildung einher, die für die Entwicklung des Kindes von grösstem Wert ist. Sie kann im späteren Leben oft zu sicheren Entscheidungen führen. Mit der allmählichen Beherrschung des Instrumentes wächst auch die Freude am Musizieren, die Konzentrationsfähigkeit und nicht zuletzt die Fähigkeit, sich im Ensemble integrieren zu können.

Für Kinder greife ich gerne auf Ausdrucksmöglichkeiten wie: Singen, klatschen und Bewegung. Dadurch wird der Zugang zur Musik und zum Instrument in spielerischer Weise gefördert. Das Produzieren von Geräuschen, Klängen und Tönen weckt die eigene kreative Vorstellungs- und Gestaltungskraft und lassen ein Ausprobieren ohne Angst zu. Die Grundlagen der Spieltechnik werden so mit viel Humor und Phantasie erfahren und bereiten den Boden, auf dem das Lernen eine Freude ist! Wichtig ist mir, dass das Kind auf jeder Stufe Lernerfolge erleben kann, die es mit der Zeit auch zum selbständigen Üben zu Hause motivieren.

Cellounterricht für Erwachsene

Pablo Casals, einer der grössten Cellisten des 20. Jahrhunderts sagte zu seiner Lehrtätigkeit:
„Für das Reifen meines Musikertums war sie (die Lehrtätigkeit) von grosser Bedeutung. Ich habe nie zwischen Lehren und Lernen säuberlich scheiden können; die Trennlinie schien mir künstlich gezogen zu sein. Natürlich sollte ein Lehrer mehr von der Sache verstehen als sein Schüler; aber für mich ist Lehren gleichbedeutend mit Lernen. So hielt ich es an der Städtischen Musikschule in Barcelona, und bis heute hat sich daran nichts geändert."

Dieser Grundsatz begleitet meine Unterrichtstätigkeit seit vielen Jahren. Es entsteht zwischen Lehrendem und Lernendem ein selbstverständliches Geben und Nehmen, das für beide Seiten inspirierend ist. Es gibt immer wieder begeisternde Momente, die mir zeigen, dass der Weg das Ziel ist. William Pleeth, ebenfalls einer der hervorragendsten Cellisten des 20. Jahrhunderts und Lehrer von Jaqueline du Pré, sagte einmal: „Gott behüte, dass ich versuchen sollte, schwarz auf weiss zu erklären, was ich meine – es geht nur suggestiv von Mensch zu Mensch, ob der Weg nun übers Körperliche oder Geistig- Seelische führt.“ Das Lernen des Cellos kann auch im Erwachsenenalter noch zu einer sehr bereichernden Erfahrung werden, da wir als Lernende zu einer ganz neuen Selbstwahrnehmung kommen können, die uns sonst vielleicht verschlossen geblieben wäre. Die Musik öffnet uns das Tor zur Innenwelt, denn durch sie werden wir immer als ganzer Menschen angesprochen.